Bericht vom November 2015

Bericht vom 12.11.2015

Im Oktober 2015 war Ute Hüsken wieder in Kanchipuram und hat unser Waisenhaus besucht.

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Besuch im Waisenhaus

Obwohl wir das Geld fuer ein Haus im Prinzip zusammen haben, koennen wir es noch nicht dafuer ausgeben, da der indische Verein nach wie vor noch nicht die Erlaubnis der Regierung erhalten hat, dass er auslaendisches Geld annhemen darf. Um das verfahren zu beschleunigen, werden drei Mitglieder des indischen Vereins bald nach Delhi reisen, um dort bei der zustaendigen Behoerde vorzusprechen. Ich habe nach wie vor grosses Vertrauen darin, dass sich alles zum Positiven wenden wird – es gilt nun jedoch, einen noch laengeren Atem zu haben, aber gleichzeitig realistisch zu sein. Meinem Eindruck nach sollte die behoerdliche Genehmigung innerhalb der naechsten zwei bis drei Monate vorliegen.

Anfang 2016 wollen wir eine allgemeine Mitgliederversammlung abhalten, auf der wir den Stand der Dinge und das weitere Vorgehen eingehend diskutieren koennen.

 

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Ute Hüsken mit den Mädchen

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Wie schon vor einer Weile berichtet, mussten wir ja leider die Mädchen aus dem Waisenhaus entlassen, da wir in den vorhandenen Räumlichkeiten nicht Mädchen und Jungen zusammen unterbringen duerfen, und wir wensentlich mehr Junden als Mädchen beherbergen.

Es war mir also besonders wichtig, die Mädchen auch zu treffen, um zu sehen, wie es ihnen geht. Herr Subramaniam kuemmert sich ja weiterhin um die Mädchen, indem er dafür sorgt, dass sie mit Schulkleidung , Buechern, Hefetn etc. und Hygieneartikeln versorgt werden, auch während sie nicht bei uns wohnen. Ich traf also die Mädchen, und insgesamt geht es allen erfreulicherwesie gut!

Drei Mädchen sind die Töchter einer alleinerziehenden Mutter, die als “sweeper” ein Enkommen erhaelt, das absolut unter dem Existenzminimum ist. Die drei Mädchen leben nun wieder zu Hause und fühlen sich dort recht wohl – erfreulicherweise haben sich sogar ihre schulische Leistungen verbessert. Als ich sie fragte, warum dies so sei, meinten sie übereinstimmend, dass es zu Hause lange nicht so viel Ablenkung gebe, wie im Waisenhaus. Problematisch ist fuer sie die Ernährungssituation – die Mutter hat einfach nicht genuegend Geld, um die Kinder ordentlich zu ernaehren. Ich habe daher Herrn Subramaniam darum gebeten, diese Familie auch mit zusätzlichen Nahrungsmitteln (guter Reis, regelmaessig Gemüse, Milch etc.) aus unserem Budget zu versorgen.

Vier der keineren Mädchen konnten nicht nach Hause gehen – sie sind nun zusammen in einem von der Regierung geleiteten Wohnheim untergebracht. Dort wohnen insgesamt 21 Mädchen. In diesem Wohnheim ist stets eine weibliche Betreuung anwesend, und die Mädchen duerfen das Wohnheim nur zum Schulbesuch verlassen – der wenn eine weibliche erwachsene Person sie abholt und wieder zurueck bringt. Die Schwester eines er Mädchen lebt bei ihrer Mutter – diese Aufteilung der Kinder hat mit der Entfernung der Schule zu tun.

Die Mädchen machen sich auch im Wohnheim gut, allerdings kann Herr Subramaniam sie nicht besuchen, da nur Besuch von Frauen erlaubt ist. Er telefoniert jedoch regelmässig mit ihnen, und ein weiteres unserer Mädchen bringt den Mädchen im Wohnheim die Dinge, mit denen wir sie weiterhin versorgen. Wie die Mädchen mir sagten, fuehlen sie sich recht wohl in dem Wohnheim – die vier Mädchen wohnen auch gemeinsam in einem Zimmer dort. Sie finden zwar, dass es recht streng dort zugeht andererseits schmeckt ihnen das Essen sehr, und sie sind ebenfalls nach wie vor erfolgreich in der Schule.

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Ausblick auf die Gegend von Dach aus

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Küche

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die neuen Badezimmer auf dem Dach

Die Jungen leben nun ja seit Anfang Oktober in einer neuen Wohnung – diese befindet sich am Ostrand der Stadt, in einem recht wohlhabend wirkenden Stadtteil. Die 14 Jungs muessen nun einen weiteren Schulweg in Kauf nehmen, aber sie haben ja Fahrraeder oder nehmen ein Sammeltaxi. Das scheint nun also recht gut zu funktionieren. Die Wohnung selbst ist wie ich finde wesentlich besser als die vorige: sie befindet sich im ersten Stocke eines Wohnhauses, hat viel Licht und viele Fenster. Die Wohnung ist zwar nicht gross, aber auch nicht wenentlich kleiner als die vorige Unterkunft. Alles in allem bin ich damit (vor allem auch angesichts der vorgen Wohnung) recht zufrieden. Die Miete in der Neuen Wohnung betraegt nun weniger als in der vorigen Wohnung– entsprechend hae ich vorgeschlagen, dass wir unseren finanziellen Beitrag umschichten: wir verwenden nun einen Teil des Geldes nun, um den Betreuern ein wenig mehr Gehalt zu zahlen. Ferner tragen wir zu den gestiegenen Fahrtkosten bei.

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Voratsraum

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Wohnraum

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Wohnraum

Einer der älteren Jungen hat seinen type writing Kurs mit Auszeichnung absolviert und wird nun einen Forgeschrittenenkurs besuchen. Er ist in seinem letzten Schuljahr im Shankara arts and science college, und hat sehr gute Aussichten, danach eine gute Stelle zu bekommen.

Am 11.11. war Diwali, das Lichterfest (vergleichbar mit unserem Weihnachten), und wir haben den Kindern (Maedchen udn Jungen) wieder jeweils ein neues set Kleidung geschenkt, und dazu Suessigkeiten und Feuerwerk (v.a. Böller).

Soweit der Bericht aus Kanchipuram – bald werden wir hier auch den Termin und Ort der nächsten Mitgliederversammlung ankündigen!

 

Aktuelles im September 2015

Liebe Freunde und Unterstuetzer des Waisenhauses Natrangal in Kanchipuram,

Thomas hat ja schon vor Kurzem eine kurze Nachricht verschickt – hier nun ein etwas aktuellerer Bericht.

Es hat sich eine Menge getan, leider jedoch ist das, was wir am dringendsten brauchen, noch immer nicht erfolgt: obwohl alle Papiere richtig ausgefuellt und in vielfacher Kopie nun in Delhi bei der zustaendigen Behoerde liegen, haben wir noch immer keine Rueckmeldung darueber, wann wir die Erlaubnis erhalten, Geld aus dem Ausland an den indischen Verein ueberweisen zu koennen, damit der Hausbau endlich beginnen kann. Geruechten zufolge kann dies auch durchaus noch bis Dezember oder januar 2016 dauern.

Als ob wir es nicht selbst wuessten, wie dringend der Hausbau ist, mussten wir erst die Maedchen nach Hause schicken, und nun muessen auch die Jungen wieder eine neue Wohnung beziehen.

Die neuen staatlichen Verordnungen fuer Waisenhaeuser haben uns, wie Thomas schon schrieb, gezwungen, die Maedchen nach Hause zu schicken: Maedchen und Jungen duerfen danach gar keine gemeinsamen Raeume bewohnen, auch keinen gmeinsamen Essraum oder andere Gemeinschaftsraeume haben. Um zu vermeiden dass wir das Waisenhaus ganz schliessen muessen, mussten wir die bittere Pille schlucken und die Maedchen nach Hause schicken – die Entscheidung, die Maedchen und nicht die Jungen nach Hause zu schicken, hing ganz einfach damit zusammen, dass wir weniger Maedchen als Jungen haben.

Das war natuerlich ein harte Entscheidung, aber immerhin durften wir damit bis zum Ende des Schuljahres wrten, so dass alle noch n Ruhe ihre Examen schreiben konnten. Im Mai war es dann jedoch so weit und die Maedchen mussten uns verlassen. Wir bemuehen uns jedoch sehr, den Kotnakt aufrecht zu erhalten, wir versorgen die Maedchen auch zu Hause mit Kleidung, Hygienartikeln, Schulkleidung, Schulgeld und anderen Materialien, die sie in der Schule brauchen. An den Nachmittagen kommen auch die meisten Maedchen nach wie vor zu Herrn Subramaniams Arbeitstelle (eine Veranstaltungs-Halle, die er verwaltet) und machen dort mit Herrn Subramaniams Frau Mala die Hausaufgaben. Einmal im Monat besuchen beide (Herr und Frau Subramaniam) die Maedchen zu Hause, um zu sehen, ob dort alles einigermassen in Ordnung ist.

Zwei der Maedchen (Vanmati und Anita) mussten wir jedoch in einem Heim der Regierung unterbringen, da sie keinen Ort hatten, an den sie zurueck gehen konnten.

Hinzu kam dann im Juli, dass uns der Bezitzer der Wohnung kuendigte: Sein Astrologe hatte ihm gesagt, das seine derzeitige Wohnung nicht gut fuer ihn sei, darum will er nun die Wohnung, ind er das Waisenhaus ist, selbst nutzen. Wir hatten jedoch ein wenig Glueck im Ungluek: die Monate August und September sind (auch aus astrologischen Gruenden) nicht geeignet fuer eine Umzug, so dass wir erst Ende September/Anfang Oktober in die neue Wohnung umziehen muessen. Ein Vereinsmitglied des indischen Vereins hat angeboten, dass die Jungs in das obere Stockwerk bei ihm zu Hause ziehen koennen – nun muessen wir dort zwei zusaetzliche Toiletten und Badezimmer einbauen, dann entspricht die neue Wohnung auch den Verordnungen. Trotz des Umzugs werden die Jungs die Schulen nicht wechseln, da das Schuljahr schon lange angefangen hat. Sie werden dann von der neuen Wohnugn aus (sie liegt am Ostende der Stadt, in Periyanagar) mit Bussen und share-Rikshas in ihre jeweiligen Schulen fahren.

Ich selbst werde Kanchipuram im Oktober besuchen und dann von meinen Eindruecken und den Vorgaengen dort berichten. Ich werde auch die Maedchen zu Hause besuchen (soweit das moeglich ist), und auch von dort detailliert berichten.

Viele herzliche Gruesse sendet

Ute Huesken

Ein Haus für die Kinder: Stand der Dinge am 1.12.2014

Dank der grossen Spendenbereitschaft unserer Goenner und Mitglieder haben wir nun schon einen guten Teil des erforderlichen Geldes fuer den Grundstueckkauf und Hausbau zusammen!

Ein erneutes riesiges Dankeschoen an alle, die so grosszuegig gespendet haben!!!

Gleichzeitig beantragt der indische Verein nun die behoerdliche Genehmigung, Gelder aus dem Ausland annehmen zu duerfen. Dies ist angesichts der Hoehe der Betraege nun erforderlich und dauert leider erfahrungsgemaess einige Monate.

Aber derweil sind wir nicht muessig, sondern koennen schon anfangen, uns um den Erwerb eines geeigneten Grundstueckes zu kuemmern. Gluecklicherweise arbeitet und wohnt Herr Juergen John, ebenfalls Vereinsmitglied, nicht weit von Kanchipuram. Gemeinsam mit Herrn Subramaniam kuemmert er sich darum, dass wir in ausreichend grosses Grundstueck in guter Lage bekommen.

Wir sind also am Ball und informieren, sobald es etwas zu berichten gibt!

Ansonsten steht die Welt natuerlich auch nicht still:

Der Monsun hat ein wenig Kuehle gebracht, so dass wir den Kindern zusaetzliche Pullover, Schuhe und Decken gekauft haben.

Die Kinder sind nun in die neue Wohnung umgezogen und meine Doktorandin Ina, die in Kanchipuram forscht, hat sie besucht. Wie sie berichtet, sind die Kinder sind ganz offenkundig begeistert ueber den Umzug. Sie finden die neue Umgebung, die sie erforschen koennen und die Moeglichkeit, neue Leute kennenzulernen sehr spannend, wie sie Ina wortreich auf Englisch erklaerten. Die Kinder haben ja seit einigen Wochen Englischunterricht bei Herrn Subramaniams Tochter Aishu und machen grosse Fortschritte. Aishu ist 25 Jahre alt und arbeitet fuer eine software Firma in Chennai, kommt aber am Wochenende immer nach Hause nach Kanchipuram und unterrichtet dort unsere Kinder.

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beim Abendessen

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beim Abendessen

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die Schulranzen der Kinder

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die Kinder fotographieren sehr gerne!

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Shivakumar war an diesem Tag ein wenig fiebrig

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die Kueche

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zu den Badezimmern

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die Kuechenvorraete

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Blick in das Jungenzimmer / Speisesaal

Die neue Wohnung sieht im Moment noch sehr karg aus – doch es haben sich schon Spender gefunden, die die Moebel bei einem Tischler in Auftrag geben. Die Waende sind hell gestrichen und die verschiedenen Raeume sind durch Holztrennwaende abgeteilt. Diese Waende reichen auch nicht ganz an die Decke, dass die Luft besser zirkulieren kann – was allerdings auch weniger Privatsphaere beinhaltet.

Die Kinder haben nun viel mehr Platz als in der alten Wohnung. Ein weiterer Vorteil der neuen Wohnung ist, dass sie sehr nahe an der “marriage hall” liegt, die Herr Subramaniam verwaltet. So ist es ihnen ein Leichtes, mal eben zum Hausaufgaben machen dorthin zu gehen. Herr Subramaniams Frau Mala kuemmert sich sehr intensiv um die Hausaufgaben.

Alles in allem sind wir alle sehr zuversichtlich, dass der Hausbau im Jahr 2015 bewerkstelligt werden kann – fuer Eure Hilfe bedankt sich erneut im Namen der Kinder, im Namen des indischen und des deutschen Vereins

 

Unser aktuelles Projekt: Ein eigenes Haus für die Kinder!

Schon oft mussten wir mit dem Waisenhaus umziehen, da unsere Vermieter sich nach einiger Zeit entschieden haben, ihre Immobilie an zahlungskräftigere Mieter zu vergeben.

Im Sommer 2014 kam nun erschwerend dazu, dass unsere jetzige Wohnung nicht den staatlichen Vorgaben fuer Waisenhäuser entspricht – vor allem zweifelte der Herr von der Behörde an der baulichen Substanz.

Wenn das Waisenhaus die staatliche Anerkennung verliert, müssen wir schliessen, die Kinder werden auf die völlig überfüllten staatlichen Institutionen verteilt. Sie würden auseinander gerissen, viele müssten sicher auch die Gegend und Schule verlassen und, wie sich zeigt, laufen sehr viele Kinder aus den staatlichen Waisenhäusern weg und ziehen ein Leben auf der Strasse vor.

Auf die Schnelle mussten wir also eine andere Unterunft finden – und das Einzige, was wir gefunden haben, ist eine ehemalige Lagerhalle ohne Tageslicht und Ventilation (es gibt nur Oberlichter), die gerade mit Zwischenwänden, Toiletten und Badezimmern versehen wird. Darin zu wohnen muss schrecklich sein – vor alle im brüllend heissen Sommer, wenn es durch die häufigen Stromausfälle weder Licht gibt, noch die Ventilatoren funktionieren.

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Hier werden die Kinder ab Oktober wohnen.

Wir MÜSSEN etwas tun, um den Kindern ein menschenwürdiges Leben, Wohnen und Lernen zu ermöglichen und um ihnen ein stabiles zu Hause zu geben.

Deswegen wollen wir den Kindern ein Haus bauen!

Im Sommer 2013 ist dem indischen Waisenhaus ein Grundstück gespendet worden, das etwas ausserhalb von Kanchipuram liegt. Unser Wunsch ist es, ein angrenzendes Grundstück dazu zu kaufen und darauf ein Haus zu bauen. Ein solches Haus würde endlich mehr Stabilität in das Waisenhaus bringen, es könnte nach den Bedürfnissen der Kinder konstruiert werden und die stete Gefahr, wieder umziehen zu müssen, wäre endlich gebannt.

Ein solcher Hausbau kostet 30.000 Euro.

Wir brauchen Eure Hilfe JETZT – die Kinder sollen in das neue Haus zu Beginn des nächsten Schuljahrs, im Sommer 2015, einziehen können.

30000 Euro muss machbar sein!!!

Bitte spendet jetzt!

Macht Freunde und Bekannten auf das Projekt Hausbau Waisenhaus aufmerksam, leitet diesen Spendenaufruf weiter. Eure Empfehlung ist die beste Empfehlung!

Spenden für dieses Projekt sind ueber den Verein ProjectIndia steuerlich absetzbar!

Das neue Schuljahr beginnt

Ute Huesken hat das Waisenhaus erneut im Juli besucht, als sie beruflich in Pondicherry auf einem zweiwoechigen workshop war. Hier ist ihr Bericht:

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Nachdem das Waisenhaus fuer ein paar Monate in einem kleinen Dorf ausserhalb der Stadt Kanchipuram untergrbracht war, ist es den Mitgliedern des indischen Vereins gluecklicherweise gelungen, doch wieder ein Haus in Kanchipuram selbst anzumieten. Das Haus auf dem Kand war zwar geraeumig und schoen gelegen, aber die langen Wege zu den Schulen waren doch sehr umstaendlich und zeitraubend – ausserdem war es schwieriger fuer die Vereinsmitglieder, die Kinder oefter mal einfach so „zwischendurch“ zu besuchen. Es war also doch viel einsamer dort auf dem Land.

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Das neue Haus ist klein aber fein – und in einem angenehmen Stadtviertel: viele kleinere Haeuser mit Garten, und die Nachbarn sind alle sehr nett und hilfreich, und nehmen viel Anteil am Leben der Kinder im Waisenhaus. Oft kommen Nachbarn vorbei, um Suessigkeiten oder etwas Nuetzliches zu bringen, oder einfach nur zu einem Plausch mit den Kindern oder den Betreuern.

Im Februar haben wir den Status des „gemeinnuetzigen Vereins“ in Indien erneuern koennen – kein leichtes Unterfangen, bei der verwickelten und undurchsichtigen indischen Buerokratie. Aber Herr Subramanian hat es durch seinen Einsatz fuer das Waisenhaus wieder einmal geschafft! Zwei Jahre haben wir nun wieder Ruhe …

Wir haben auch fuenf Neuzugaenge:

Vanmati ist ein 11 Jahre altes Maedchen, deren Eltern beide schon laenger gestorben sind. Der Grossvater, bei dem sie seitdem lebte, kam vor kurzem auch ums Leben. Ihre Lehrerin hat sie an uns empfohlen – sie ist ein sehr liebes Maechen, und eine begeisterte Bollywood Taenzerin!

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Anita ist 8 Jahre alt, sie kam zusammen mit ihrem Bruder Shivakumar, der erst 5 Jahre alt ist. Die Mutter der beiden ist schon lange gestorben. Ihr Vater ist ein Kuli, der viel zu wenig Geld verdient, um die Kinder durchzubringen. Die Schuldirektorin hat uns auf die Kinder aufmerksam gemacht, und wir haben sie gleich aufgenommen.

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Dipika ist auch neu im Waisenhaus: sie ist 8 Jahre alt. Ihre alleinerziehende Mutter ist Waescherin und kann mit ihrem mageren Einkommen nicht fuer ihre 5 Kinder aufkommen. Sie versucht aber, Dipika jeden Tag im Waisenhaus zu besuchen.

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Sanjay ist ein 9-jaehriger Junge, der seit Juni bei uns ist. Er spricht nicht viel, aber die anderen kuemmern sich ruehrend um ihn – seit er bei uns ist, ist er schon viel froehlicher geworden.

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Auch unsere „alten Hasen“ machen uns viel Freude: alle Kinder, ohne Ausnahme, machen grossartige Fortschritte in der Schule.

Erneut sind die laufenden Kosten gestiegen – und obwohl der lokale indische Verein vieles der zusaetzlichen Kosten stemmen kann, muessen wir unsere monatliche Unterstuetzung erhoehen: das Gemuese, die Milch, und der Reis sind teurer geworden. Ausserdem ist die Miete nun hoeher, da wir wieder in der Stadt wohnen. Wir haben uns ausserdem entschlossen, das Gehalt der drei Angestellten den gestiegenen Preisen anzupassen.

Insgesamt kann ich sagen, dass ich den Besuch sehr genossen habe, auch und vor allem da ich sehe und spuere, wie gut sich die Kinder machen, und welch ein erfolgreiche Projekt wir hier auf die Beine gestellt haben.

Eine RIESEN Dank an Euch alle, die Ihr dazu beigetragen habt!

 

Aktuelles Ende Juni 2013

Wie berichtet, waren im Maerz Freunde aus New York, Miche und ihre Tochter Violet, in Kanchipuram und haben dort einen Fotokurs mit den Kindern gemacht.

Kurz zuvor haben wir gluecklicherweise wieder eine Bleibe in der Stadt selbst gefunden (fuer ein paar Monate hatte das Waisenhaus auf ein nahegelegenes Dorf ziehen muessen, da uns kurzfristig wegen Eigenbedarfs gekuendigt worden war). Nun ist das Waisenhaus wieder in der Stadt, nahe dem ”collector’s office”, und auf den Bildern sieht man einen nahegelegenen Park, in dem die Kinder viel spielen – und wo sie auch ein paar Fotosessions mit Miche und Violet hatten.

Miche und Violet haben dann auch alle Kinder zum Swimming Pool ihres Hotels gebracht, und ein paar Maedchen haben es tatsaechlich gewagt, ins Wasser zu gehen – natuerlich mit Kleidern, das ist ganz normal in Indien.

Allen tat es ganz furchtbar leid, als Miche und Violet wieder weiterreisen mussten, aber als Erinnerung haben sie Ausdrucke der Bilder, die sie geschossen haben, und diese schmuecken jetzt das ganze Haus. Eine Kamera haben sie auch geschenkt bekommen, vielleicht entwickelt sich ja nun der ein oder die andere zum Foto-Spezialisten.

Danach mussten sich erst einmal alle Kinder auf die Examen vorbereiten – und alles ist bestens gelaufen: Jambulingam hat sein Polytechnic exam bestanden und hat sich auf drei colleges beworben, um dort engineering zu studieren. Gopalakrishnan hat die 10. Klasse hinter sich und geht nun in das Shankara college.

Die Maedchen Anu und Renuka gehen nun auf das Krishna college und spezialisieren sich dort auf Banking.

Sharavana hat auch die 10. Klasse bestanden und geht nun auf das Paccajjappa College, wo er sich auf IT spezialisiert.

Prasanna geht nun in die nahegelegen Stadt Chingelput auf fas ITA, ein technical college, und nimmt dort an einer dreiaehrigen weiterfuehrenden Ausbildung teil. Er faehrt taeglich mit dem Zug dorthin.

Da in diesem Jahr keine Kinder das Waisenhaus verlassen, sind auch keine weiteren Kinder aufgenommen worden.

Anfang Mai fand dann auch wieder der jaehrliche Ausflug statt: es ging ueber das Wochenende mit dem Bus nach Kodaikanal – das ist ein Ort in den Bergen an einem See, wo es wesentlich kuehler ist als in der Ebene – dort hatte es schon ueber 45 Grad.

Und nun hat die Schule wieder begonnen.

Ute wird im Juli in Kanchipuram sein, und mal wieder selbst nach dem Rechten sehen.

Erfolgreicher Besuch von Miche und Violet beim Waisenhaus

Miche und Violet, Freunde von Ute Huesken und Stuart Lachs aus New York, haben in der letzten Woche das Waisenhaus besucht, einen Fotokurs mit den Kindern abgehalten, die Bilder ausgedruckt und den Kindern ueberreicht, und dem Waisenhaus zum Abschied auch eine Kamera gespendet. Miche hat einen blog (auf Englisch) zu ihrem Besuch geschrieben, mit vilene tollen Bildern. Es muss einfach umwerfend gewesen sein, fuer alle Beteiligten! Seht und staunt: http://chennaiexpress.tumblr.com/

Spendenflut aus den USA

Bevor Miche und Violet nach Kanchipuram gereist sind, haben sie in New York bei Freunden, Bekannten, Kollegen und Klassenkameraden Spenden gesammelt – es sind sage und schreibe 2000 US $ dabei zusammengekommen!

Wir danken den Spendern von ganzem Herzen:

Karim Latif

Jason and Elyssa Ackerman

Elizabeth, Seth, Talia, Caroline and Joey Grossman

Carol Meyer and Lloyd Westerman

Stephane, Alison and Julian GersonTracy, Andy and David Siklos

Amanda Sprague and Fran Reilly

Toby Bialo

Nicole Dubach

Bank of America Team, Marcela, Dawone

Emmanuelle Christin

Richard Burbridge

Robert McCabe

Adeline & Marie Desjonqueres

Nathalie Genebes

Rick Guidotti

Wil Ashley

Richard Bigger

Herb Thelosen

Sabrina Turin

… und ein besonderer Dank geht natuerlich an: Miche Griffin and her daughter Violet Moore!!!