Bericht vom November 2015

Bericht vom 12.11.2015

Im Oktober 2015 war Ute Hüsken wieder in Kanchipuram und hat unser Waisenhaus besucht.

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Besuch im Waisenhaus

Obwohl wir das Geld fuer ein Haus im Prinzip zusammen haben, koennen wir es noch nicht dafuer ausgeben, da der indische Verein nach wie vor noch nicht die Erlaubnis der Regierung erhalten hat, dass er auslaendisches Geld annhemen darf. Um das verfahren zu beschleunigen, werden drei Mitglieder des indischen Vereins bald nach Delhi reisen, um dort bei der zustaendigen Behoerde vorzusprechen. Ich habe nach wie vor grosses Vertrauen darin, dass sich alles zum Positiven wenden wird – es gilt nun jedoch, einen noch laengeren Atem zu haben, aber gleichzeitig realistisch zu sein. Meinem Eindruck nach sollte die behoerdliche Genehmigung innerhalb der naechsten zwei bis drei Monate vorliegen.

Anfang 2016 wollen wir eine allgemeine Mitgliederversammlung abhalten, auf der wir den Stand der Dinge und das weitere Vorgehen eingehend diskutieren koennen.

 

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Ute Hüsken mit den Mädchen

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Wie schon vor einer Weile berichtet, mussten wir ja leider die Mädchen aus dem Waisenhaus entlassen, da wir in den vorhandenen Räumlichkeiten nicht Mädchen und Jungen zusammen unterbringen duerfen, und wir wensentlich mehr Junden als Mädchen beherbergen.

Es war mir also besonders wichtig, die Mädchen auch zu treffen, um zu sehen, wie es ihnen geht. Herr Subramaniam kuemmert sich ja weiterhin um die Mädchen, indem er dafür sorgt, dass sie mit Schulkleidung , Buechern, Hefetn etc. und Hygieneartikeln versorgt werden, auch während sie nicht bei uns wohnen. Ich traf also die Mädchen, und insgesamt geht es allen erfreulicherwesie gut!

Drei Mädchen sind die Töchter einer alleinerziehenden Mutter, die als “sweeper” ein Enkommen erhaelt, das absolut unter dem Existenzminimum ist. Die drei Mädchen leben nun wieder zu Hause und fühlen sich dort recht wohl – erfreulicherweise haben sich sogar ihre schulische Leistungen verbessert. Als ich sie fragte, warum dies so sei, meinten sie übereinstimmend, dass es zu Hause lange nicht so viel Ablenkung gebe, wie im Waisenhaus. Problematisch ist fuer sie die Ernährungssituation – die Mutter hat einfach nicht genuegend Geld, um die Kinder ordentlich zu ernaehren. Ich habe daher Herrn Subramaniam darum gebeten, diese Familie auch mit zusätzlichen Nahrungsmitteln (guter Reis, regelmaessig Gemüse, Milch etc.) aus unserem Budget zu versorgen.

Vier der keineren Mädchen konnten nicht nach Hause gehen – sie sind nun zusammen in einem von der Regierung geleiteten Wohnheim untergebracht. Dort wohnen insgesamt 21 Mädchen. In diesem Wohnheim ist stets eine weibliche Betreuung anwesend, und die Mädchen duerfen das Wohnheim nur zum Schulbesuch verlassen – der wenn eine weibliche erwachsene Person sie abholt und wieder zurueck bringt. Die Schwester eines er Mädchen lebt bei ihrer Mutter – diese Aufteilung der Kinder hat mit der Entfernung der Schule zu tun.

Die Mädchen machen sich auch im Wohnheim gut, allerdings kann Herr Subramaniam sie nicht besuchen, da nur Besuch von Frauen erlaubt ist. Er telefoniert jedoch regelmässig mit ihnen, und ein weiteres unserer Mädchen bringt den Mädchen im Wohnheim die Dinge, mit denen wir sie weiterhin versorgen. Wie die Mädchen mir sagten, fuehlen sie sich recht wohl in dem Wohnheim – die vier Mädchen wohnen auch gemeinsam in einem Zimmer dort. Sie finden zwar, dass es recht streng dort zugeht andererseits schmeckt ihnen das Essen sehr, und sie sind ebenfalls nach wie vor erfolgreich in der Schule.

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Ausblick auf die Gegend von Dach aus

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Küche

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die neuen Badezimmer auf dem Dach

Die Jungen leben nun ja seit Anfang Oktober in einer neuen Wohnung – diese befindet sich am Ostrand der Stadt, in einem recht wohlhabend wirkenden Stadtteil. Die 14 Jungs muessen nun einen weiteren Schulweg in Kauf nehmen, aber sie haben ja Fahrraeder oder nehmen ein Sammeltaxi. Das scheint nun also recht gut zu funktionieren. Die Wohnung selbst ist wie ich finde wesentlich besser als die vorige: sie befindet sich im ersten Stocke eines Wohnhauses, hat viel Licht und viele Fenster. Die Wohnung ist zwar nicht gross, aber auch nicht wenentlich kleiner als die vorige Unterkunft. Alles in allem bin ich damit (vor allem auch angesichts der vorgen Wohnung) recht zufrieden. Die Miete in der Neuen Wohnung betraegt nun weniger als in der vorigen Wohnung– entsprechend hae ich vorgeschlagen, dass wir unseren finanziellen Beitrag umschichten: wir verwenden nun einen Teil des Geldes nun, um den Betreuern ein wenig mehr Gehalt zu zahlen. Ferner tragen wir zu den gestiegenen Fahrtkosten bei.

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Voratsraum

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Wohnraum

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Wohnraum

Einer der älteren Jungen hat seinen type writing Kurs mit Auszeichnung absolviert und wird nun einen Forgeschrittenenkurs besuchen. Er ist in seinem letzten Schuljahr im Shankara arts and science college, und hat sehr gute Aussichten, danach eine gute Stelle zu bekommen.

Am 11.11. war Diwali, das Lichterfest (vergleichbar mit unserem Weihnachten), und wir haben den Kindern (Maedchen udn Jungen) wieder jeweils ein neues set Kleidung geschenkt, und dazu Suessigkeiten und Feuerwerk (v.a. Böller).

Soweit der Bericht aus Kanchipuram – bald werden wir hier auch den Termin und Ort der nächsten Mitgliederversammlung ankündigen!